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Oma und Enkelin

SCL Philosophie

Eine Haltung zum Leben und zum Menschen

Die SCL Philosophie beginnt mit einem einfachen Gedanken:

Ein Mensch ist immer mehr als das, was im Augenblick von ihm sichtbar ist.

Er ist mehr als seine Geschichte, mehr als seine Verletzungen, mehr als seine Rollen und mehr als die Muster, die sich im Laufe seines Lebens entwickelt haben.

Jeder Mensch trägt Erfahrungen, Beziehungen, Erinnerungen, Fähigkeiten, Sehnsüchte und Möglichkeiten in sich. Manches davon ist bewusst. Vieles wirkt im Verborgenen und beeinflusst dennoch, wie wir fühlen, denken, handeln und miteinander in Beziehung treten.

SCL lädt dazu ein, diesen Zusammenhängen mit Offenheit zu begegnen.

Nicht mit der Frage: Was stimmt mit mir nicht?

Sondern mit der Frage: Was möchte hier verstanden werden?

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Der Mensch in seiner Ganzheit

SCL betrachtet den Menschen nicht losgelöst von seinem Leben.

Körper, Gefühle, Gedanken, Beziehungen, Erfahrungen, Herkunft, Werte und innere Überzeugungen wirken miteinander. Auch das soziale und familiäre Umfeld, in dem ein Mensch lebt oder aufgewachsen ist, gehört zu seinem Erleben.

Deshalb kann eine Schwierigkeit selten nur auf einen einzelnen Punkt reduziert werden.

Was heute sichtbar wird, kann seine Wurzeln an einer ganz anderen Stelle haben.

Ganzheitlichkeit bedeutet für SCL nicht, für alles eine einzige Erklärung zu suchen. Sie bedeutet vielmehr, den Menschen in möglichst vielen seiner Zusammenhänge wahrzunehmen.

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Beziehung prägt uns

Wir werden in Beziehung geboren.

Noch bevor wir uns selbst erklären können, erfahren wir durch andere Menschen, ob wir willkommen sind, ob unsere Bedürfnisse gesehen werden, wie Nähe gelebt wird, wie mit Konflikten umgegangen wird und welchen Platz wir in einer Gemeinschaft einnehmen.

Beziehung kann nähren.

Beziehung kann verletzen.

Und Beziehung kann auch ein Ort sein, an dem Entwicklung und Heilung möglich werden.

Die SCL Philosophie versteht deshalb Beziehungen nicht nur als äussere Verbindungen zwischen Menschen. Sie betrachtet sie auch als Räume, in denen wir uns selbst begegnen.

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Familie als erstes prägendes System

Die Familie ist eines unserer ersten und tiefsten Beziehungssysteme.

Hier lernen wir Zugehörigkeit, Nähe, Grenzen, Rollen, Verantwortung, Vertrauen und den Umgang mit Unterschiedlichkeit.

Kinder nehmen dabei weit mehr wahr, als Erwachsene manchmal vermuten. Sie orientieren sich nicht nur an dem, was gesagt wird, sondern auch an Stimmungen, Beziehungen, unausgesprochenen Erwartungen und daran, wie Erwachsene miteinander und mit sich selbst umgehen.

SCL sucht dabei nicht nach Schuld.

Eltern handeln aus ihrer eigenen Geschichte, ihren Möglichkeiten und ihren Grenzen heraus.

Verstehen bedeutet deshalb nicht, jemanden anzuklagen.

Es bedeutet, anzuerkennen, was gewesen ist, wahrzunehmen, was gefehlt hat, und daraus neue Möglichkeiten für das eigene Leben entstehen zu lassen.

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Jeder Mensch braucht seinen eigenen Platz

In gesunden Beziehungen darf jeder Mensch seinen eigenen Platz einnehmen.

Kinder müssen nicht die emotionalen Aufgaben ihrer Eltern übernehmen.

Partner müssen einander nicht retten.

Ein Mensch muss nicht dauerhaft Verantwortung für Gefühle, Entscheidungen oder Lebenswege anderer tragen.

Und niemand muss sich selbst verlassen, um zu einer Gemeinschaft gehören zu dürfen.

SCL beschäftigt sich deshalb immer wieder mit der Frage nach Zugehörigkeit und innerer Ordnung.

Wo stehe ich?

Was gehört zu mir?

Was gehört zu einem anderen Menschen?

Welche Verantwortung ist meine?

Welche darf ich zurückgeben?

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Rückverbindung

Ein zentraler Gedanke der SCL Philosophie ist die Rückverbindung.

Viele Menschen verlieren im Laufe ihres Lebens den Kontakt zu Teilen ihres eigenen Wesens.

Sie funktionieren.

Sie erfüllen Erwartungen.

Sie passen sich an.

Sie kämpfen.

Sie kümmern sich um andere.

Und irgendwann entsteht vielleicht die Frage:

Wo bin eigentlich ich geblieben?

Rückverbindung bedeutet, sich selbst wieder näherzukommen.

Dem eigenen Körper.

Den eigenen Gefühlen.

Den eigenen Grenzen.

Der eigenen Freude.

Der eigenen Wahrheit.

Dem eigenen Leben.

Sie bedeutet nicht, zu einem früheren Zustand zurückzukehren.

Sie bedeutet, sich selbst immer vollständiger begegnen zu können.

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Liebe als Grundhaltung

Liebe bedeutet in der SCL Philosophie nicht, alles gutzuheissen oder jede Grenze aufzugeben.

Liebe kann sehr klar sein.

Sie kann Nein sagen.

Sie kann Abstand schaffen.

Sie kann Wahrheit aussprechen.

Sie kann etwas beenden, das nicht mehr gut ist.

Liebe zeigt sich nicht nur in Nähe, sondern auch in Achtung.

In Achtung vor sich selbst.

In Achtung vor dem anderen Menschen.

Und in der Bereitschaft, einen Menschen nicht auf einen einzelnen Teil seiner Geschichte zu reduzieren.

Die tiefere Frage lautet deshalb nicht nur:

Wie kann ich geliebt werden?

Sondern auch:

Wie möchte ich Liebe in meinem Leben verkörpern?

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Aufmerksamkeit verändert

Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten, beeinflusst, was in unserem Erleben Raum bekommt.

Wenn wir einen Menschen ausschliesslich durch seine Fehler betrachten, werden wir vor allem seine Fehler sehen.

Wenn wir uns selbst nur durch das betrachten, was nicht gelungen ist, verlieren wir leicht den Zugang zu unserer eigenen Kraft.

SCL richtet die Aufmerksamkeit deshalb nicht nur auf das Schwierige.

Auch Fähigkeiten, Ressourcen, Freude, Schönheit, Entwicklung und bereits vorhandene Lösungen dürfen gesehen werden.

Denn Menschen wachsen nicht nur durch die Auseinandersetzung mit ihren Wunden.

Sie wachsen auch dort, wo ihr Potenzial gesehen wird.

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Entwicklung ist kein gerader Weg

SCL versteht persönliche Entwicklung nicht als ständigen Aufstieg und nicht als ein Projekt der Selbstoptimierung.

Das Leben verläuft in Bewegungen.

Es gibt Zeiten des Aufbruchs und Zeiten des Rückzugs.

Zeiten des Wachstums und Zeiten des Loslassens.

Zeiten der Klarheit und Zeiten, in denen wir suchen.

Auch Zweifel, Trauer, Unsicherheit und Übergänge gehören zum Leben.

Nicht alles muss sofort überwunden werden.

Manches möchte zunächst gefühlt, verstanden oder angenommen werden.

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Ein lebendiger Weg

Die SCL Philosophie ist kein fertiges Gedankengebäude.

Sie ist eine lebendige Haltung, die sich mit der Erfahrung von Menschen weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt bleibt die Achtung vor dem einzelnen Menschen und seinem ganz eigenen Weg.

SCL möchte nicht vorgeben, wie ein richtiges Leben auszusehen hat.

Es möchte Räume öffnen, in denen Menschen sich selbst tiefer begegnen, Zusammenhänge verstehen und zunehmend aus einer inneren Klarheit heraus leben können.

Denn Entwicklung bedeutet nicht, jemand anderes zu werden.

Vielleicht bedeutet sie vielmehr, immer mehr von dem leben zu können, was im eigenen Wesen längst angelegt ist.

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Du möchtest erfahren, wie diese Haltung in der SCL-Methode konkret gelebt und angewendet wird?

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"Bewusstseinsentwicklung ist:
Die Kunst dem Leben - in all seinen Beziehungen - immer liebevoller, bewusster und wahrhaftiger zu begegnen."
Sabine Schönthier
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